Schwierig ... Also gut.
Nachhaltiger Entwicklung begegne ich in meinem Alltag vermutlich öfter als ich mir (bisher) bewusst bin.
Und konkret?
Zum Beispiel kommt mir da in den Sinn, dass wir Schweizerinnen (vielleicht auch einige Schweizer :-) Weltmeister (oder fast) sind im Recyceln von ... Petflaschen? Oder natürlich mein Bildungsauftrag als Lehrerin, die Kinder zu "guten Mitbürgerinnen und -bürgern der Zukunft" zu "machen". Und dann natürlich die vielen netten, freundlich lächelnden Studierenden vor den Einkaufszentren, die mir die finanzielle Unterstützung von diversen zukunftsorientierten Erhaltungs- oder gar Verbesserungsprojekten abgewinnen wollen. (... um ihren Teil zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen oder einfach um ihre Provision zu erhalten...?)
Natürlich bin ich selber auch tätig: Ich sortiere brav den Abfall, versuche ans Lichtlöschen zu denken, benutze meist meine eigene Muskelkraft oder das Velo statt Bus oder Auto (Natürlich nur deshalb, weil ich die Umwelt schonen will!!!) und so weiter.
Soll es denn noch mehr sein? Wofür eigentlich?
Jeder nachhaltigen Entwicklung liegt doch zugrunde, dass wir diese Welt uns und andern für die Zukunft erhalten wollen. Wir wollen negative Auswirkungen und Einschränkungen, die uns (und Nachkommen) treffen würden, verhindern. Es soll uns also möglichst gut gehen, auch in der Zukunft. Aha. Ich lasse mich jetzt nicht philosophisch über diese Erkenntnis aus. Ausserdem müsste ich erst meine Meinung oder Änderungswünsche festlegen, denn bisher wirft dieser Zustand mehr Fragen als Antworten in mir auf.
Muss ich jetzt, um Missverständnisse zu verhindern, erwähnen, dass ich natürlich überhaupt nicht gegen nachhaltige Entwicklung bin?! Mir bedeutet die Natur und ihre Erhaltung sehr viel. Und der Mensch und sein Wohlergehen noch mehr!
Und bezogen auf unser Blogthema?
Der Link ist gemacht: Das Wohlergehen der Menschen finde ich zentral. Ich bin der Meinung dass zur Erreichung dieses Ziels Beziehungen eine grössere Rolle spielen als Zustände der Umwelt. Damit will ich die Erhaltung der Umwelt nicht abwerten, sondern die Stärkung von guten Beziehungen aufwerten!! Ausserdem ist passend zu unserem Blogtitel für eine gute Beziehung untereinander auch die Beziehung zu sich selbst äusserst bedeutend.
So, ich nutz jetzt noch einige Minuten um die Beziehung zu mir zu pflegen ... :-)
Puh, geschafft! Und ich hab richtig Freude an meinen Ausführungen ... und Sätzen. :-)
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5 Kommentare:
Hallo Margrith
Ich finde deine Aussage über die Beziehungen im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung sehr treffend. Denn sind es doch wir Menschen, welche gemeinsam nach Lösungen suchen müssen. Dies im Bereich der negativen Auswirkungen in der Soziologie aber auch in der Wirtschaft oder der Ökologie. Beziehungen - Sie verschönern unseren Alltag, geben uns gegenseitiges Vertrauen und regen uns zu Veränderungen oder Verbesserungen an.
Lämmler Maria LGE04
Interessanter Bericht! Ich bin ehrlich gesagt nicht ganz sicher, ob ich das Ganze richtig verstanden habe. Also du meinst, für eine Entwicklung einer nachhaltigen Zukunft braucht es gute Beziehungen unter den Menschen, richtig? Gut, da stimme ich dir zu. Schliesslich entwickeln wir diese nachhaltige Zukunft nicht nur für uns, sondern genauso oder sogar vor allem für unsere Nachkommen. Wir kümmern uns darum, weil wir uns darum sorgen, was später, nach unserem Tod sein wird. Das erfordert ein Einfühlvermögen in unsere Nachkommen und dem entsprechend eine positive Beziehung zu ihnen.
Du sieht das Thema einmal von einer anderen Perspektive, was ich sehr mutig und spannend finde! Beziehungen sind bestimmt etwas sehr zentrales, es ist wichtig, dass wir ein gutes Zusammenleben pflegen!
Silvana Giezendanner LGF04
Hoi Margrith! Dein Beitrag ist echt interessant. Ich finde die Aussage, dass (neben nachhaltiger Entwicklung) auch unser Sozialleben gepflegt werden soll, sehr wichtig. Denn wie können wir nachhaltige Entwicklung gewährleisten, wenn wir Menschen untereinander gar nicht "am gleichen Strick" ziehen?
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