Donnerstag, 26. April 2007

Nachhaltige Entwicklung ist überall und nirgends

Ohne diesen Blogauftrag hätte ich diese Woche kein einziges Mal eine Zeitung geöffnet, ein Film geschaut oder Radio gehört. Das trifft ehrlich gestanden auch in anderen Wochen ein. Dennoch habe ich den Eindruck, dass nachhaltige Entwicklung nicht nur in "allen" Munden, sondern auch in allen Medienblättern und -wellen vorhanden ist. Bisher dachte ich bei nachhaltiger Entwicklung an Umweltschonung und Ähnliches, Bestrebungen aus dem ökologischen Bereich.

Seit letzter Woche weiss ich nun wieder, dass da auch Soziologisches und Ökonomisches dazugehört. Im Nachblättern in der Coopzeitung bestätigte sich mir die hohe Präsenz dieses Themas in allen drei Bereichen.

Geschäftsleiter und andere Interviewte antworten auf die Frage nach Zukunftsplänen mit Steigerungs- und Verbesserungsabsichten. Im sozialen Bereich fehlt es ebenso wenig an solchen Ideen. Gerade beabsichtigt Andrea Hauri (32) mit dem No Hitting Day die Erkenntnis durchzusetzen, dass körperliche oder seelische Gewalt in der Erziehung nicht mehr angesagt sind. Ein Umdenken soll stattfinden ... und perfektes Erziehung gehandhabt werden - einmal mehr! Im Bericht über den Gotthardtunnel und seine Geschichte wird die Situation auf den Punkt gebracht: Im Gegensatz zu früher spielt die Umwelt heute eine Rolle. "Ungebrochenes Vertrauen kennen wir heute fast nicht mehr: Wir denken sofort an die Natur, die Umweltverschmutzung und die Lebensqualität" (Coopzeitung, 24.4.07).

Am meisten denken wohl die Werbemacher daran. Es gibt Oecoplan Mischdüsen zu kaufen um Wasser (und Kosten nebenbeibemerkt) zu sparen und "Biotta Bio Energy"-Drinks zum Beispiel.

Nein, ich wehre mich dagegen, meinen Post mit dem Vorwurf zu enden, dass zuviel gesprochen (oder gedacht) und zuwenig gemacht wird. Natürlich wäre an diesem Vorwurf nicht viel falsch, aber er wurde oft genug gesagt. Ich stelle lediglich fest, dass ich aus den Medien (trotz Nichtberücksichtigung :-) viele Bemühungen, Anregungen und Umsetzungen (oder was es auch immer sind) für nachhaltige Entwicklung mitkriege und weiss, dass noch viel mehr geschehen muss ... Aber ich möchte auch bald mal flexible Autofahrerin sein, weiterhin jederzeit duschen dürfen ... Ich bin wirklich gespannt, ob wir ein wirkliches Umdenken, vielmehr ein Um-Handeln hinkriegen.

PS: Den Link zu unserem Thema schaffe ich diesmal nicht.

1 Kommentar:

Isabelle Brülisauer hat gesagt…

Auch wenn du deinen Blog nicht so gut findest... Ich finde du hast ganz interessante Denkansätze drin! ;) Ich habe in meinem Blog gerade eben das kritisiert: zuviel denken, zuwenig handelt... und wie du sagst, bin ich sicherlich nicht die erste, welche das kritisiert... aber ich glaube, dass die kritik schon gerecht fertigt ist. es ist ein problem, dass viele (ich auch...) zu faul sind, um wirkliche etwas zu unternehmen...