Manchmal frage ich mich, ob denn der Mann nun wieder eine Gegenbewegung in Angriff genommen habe? Verschiedenste Magazine, welche per se den Mann ansprechen, befürworten diese Vermutung. Ebenso die Reaktion, wenn ich mit Männern spreche. Sprüche, welche sie schon wieder als adäqaut einschätzen (Frauen hinter den Herd), locker dahin gesprochen, wobei mit nicht zu unterschätzender Ernsthaftigkeit, während die Frauen für mich noch weit entfernt sind von irgendwelcher globaler Gleichberechtigung.
Ich frage mich, ob jemals das Genderthema wirklich in den Hintergrund rücken wird und beide Geschlechter selbstbewusst genug sind, das andere wertzuschätzen. Was sich momentan in meinen Erfahrungen vor allem noch an den Mann richtet. Während viele Frauen nun über das nötige Selbstbewusstsein verfügen, sich z.B. beruflich zu etablieren, gibt es Männer, welche es bei so viel Stärke mit der Angst zu tun bekommen und ihnen so Steine in den Weg legen.
Und solange keine oder wenig Frauen an wirklich hohen Positionen sind, fühlen sich Männer immer noch im Recht zu sagen, es sei ja augenscheinlich, dass Frauen weniger leisten können. Viele Frauen nehmen das leider den Männern auch ab und sehen sich so schon sehr jung als künftige Herdplattenbetreuerinnen, Königinnen der Besen, was ich schade finde. Mir persönlich ist es wichtig, dass ich in meinem Leben etwas erreichen kann, was meine innere Stärke, mein Selbstbewusstsein regelmässig stabilisiert. Ich denke, es gibt eine Vielzahl an Frauen, die sich noch unterkriegen lassen und nicht machen, was sie wollen.
Nicht zuletzt gibt es auch viele Männer, die den Frauen einreden, es sei männlich, zu ehrgeizig zu sein. So kann sich denn die Frau nur noch entscheiden, ob sie nun Frau oder Männin sein wolle, wobei die Wahl dann eher auf erstes fällt.
Als Lehrkräfte sollten wir die Genderthematik zum einen eben nicht zu sehr betonen, weil sie ja gar nicht zu sehr hochgespielt werden soll. Jedoch dann, wenn das Thema an den Tag kommt (sexistische Sprüche in der Klasse) sofort angehen. Der Lebensentwurf darf sich nicht dem Geschlecht anpassen!
Mittwoch, 25. April 2007
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2 Kommentare:
Ich bin nicht in ganz allen Punkten deiner Meinung und möchte oder muss den Mann schon ein bisschen in Schutz nehmen. Es ist nicht einfach heute Mann zu sein. Er soll Macho sein und Weichei und er soll sich um die Familie kümmern aber nach der Scheidung still bezahlen und die Kinder in Ruhe lassen. Männer sind nicht so stark, wie sie scheinen und ich denke, sie sind sich sehr wohl bewusst, was Frauen leisten. Wichtig ist die gegenseitige Wertschätzung und nicht die Frage, wer denn besser ist.
Hoi Corinne! Ich gebe dir recht, es gibt sicherlich noch viele Frauen auf der Welt, die sich von der "Männlichkeit" unterdrücken lassen. Leider, leider!!! Wenn ich so darüber nachdenke wie es bei uns in der Schweiz aussieht, gibt es selbst bei uns viele Dinge, welche die Gleichberechtigung definitiv nicht gewährleisten (--> Mitglieder im Bundesrat zum Beispiel!).
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