Montag, 11. Juni 2007
Schneemaschine Teil 2
Folgende Vorschläge für ein Unterrichtskonzept zur Thematik von Schneemaschinen sind gedacht zur Umsetzung während einem Winterquartal und frühestens ab der zweiten Klasse.
1. Soziale Dimension der Skigebiete (Nutzung von Schneemaschinen)
- Die Kinder erzählen von eigenen Wintersport –Erfahrungen
- Bild einer Schneemaschine wird gezeigt und besprochen was sie nützt, wann sie eingesetzt wird, was sie leisten kann, wie sie betrieben wird (Wasser-/ Energieaufwand)
- Das Bergdorf „Alpina“ und ihre Planung eines Skiliftes werden vereinfacht vorgestellt (als nächst gelegener, neuer Skilift für uns)(Plan- und Rollenspiel von WWF-Lehrerservice und sabe Verlag (1989))
- Erarbeitung der Punkte, die für den Bau sprechen (Perspektive der Dorfbewohner und Touristen – zu welchen wir dazugehören)
- Im thematischen Lernheft werden die neuen Kenntnisse festgehalten
- Evtl. Exkursionsbesuch bei einem Skiliftbetreiber mit Kurz“referat“ und Gespräch anhand vorbereiteter Fragen
2. Ökonomische Dimension des Skiliftbaus (und der Notwendigkeit von Schneemaschinen)
- Repetition der Daten zur Schneemaschine
- Repetition der sozialen Gründe für den Bau
- Dorfsitzung „Alpina“ in vereinfachter Form. Erarbeitung der Punkte, die für (oder gegen) den Bau des Skiliftes im Dorf Alpina sprechen (Perspektive der Wirtschaft, Dorfkasse, potentiellen Arbeitenden am Lift). Die Kinder bereiten sich zuerst auf ihre Rolle vor (z.B. Aufgabe in der Gemeinde, Interessen) , entweder anhand vereinfachter Spielunterlagen oder sonstigen vorbereiteten Informationsquellen
- Sollen Schneemaschinen angeschafft werden? Wie viele? Brauchen wir noch Informationen? (Bewilligung – warum eigentlich, Einsatzerlaubnis – Antworten auf http://www.bve.be.ch/site/index/aoev/bve_aoev_bew/bve_aoev_bew_sei.htm bzw. Link-Verweis auf IKSS)
- Im thematischen Lernheft werden die neuen Kenntnisse festgehalten
3. Ökologische Dimension:
- Die Kinder überlegen sich, was
- Die Kinder betrachten auf http://www.meteoradar.ch/forum/printthread.php?id=4461 Bilder von Schneemaschinen (von Privatpersonen übers Internet gesammelt) und lesen die persönlichen Meinungsäusserungen auf der Seite zum Thema. Daraus filtern sie positive und negative Punkte rund um den Einsatz von Schneemaschinen
- Austausch in der Klasse. Input über tatsächliche Situation und Schaden für die Natur (Antworten in WWF Schweiz (1988). Lebensraum Berggebiet. Lebensraum für wen? Unterlagen und Beispiele für ein Miteinander von Unterland und Berggebiet. Zürich: WWF Schweiz, Lehrerservice. Seite 72f)
- Was schlagen wir dem Bergdorf „Alpina“ vor?
- Im thematischen Lernheft werden die neuen Kenntnisse festgehalten
4. Persönliche Perspektive
- Zusammentragen der Bedürfnisse und Perspektiven sozial, ökonomisch und ökologisch
- Klassenentscheid für das Dorf „Alpina“ zum Skiliftbau und v.a. zur (Nicht-)Verwendung von Schneemaschinen
- Die Kinder schreiben bzw. malen ihren Vorschlag zur Gestaltung von Wintersport und Wintertourismus in Berggebieten: „Angenommen, du könntest bestimmen, wie weiter vorgegangen wird: was würdest du vorschlagen? Würdest du etwas verändern?“
- Klassengespräch über Kinderideen, ihre Umsetzbarkeit und effektive Alternativlösungen (Antworten mit „Alternativ“lösungen exemplarisch aus Deutschland auf http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/artikel/0612/08-tagesthema-skigebiete/index.xml und aus der Schweiz im Berner Oberland auf http://www.naturschutznetz.ch/files_php/news.php?m=12&j=2005&lim=20)
- Im thematischen Lernheft werden die neuen Kenntnisse festgehalten
- Die Kinder verfassen einen kurzen Kommentar zur Thematik mit den Schneekanonen. Diese(r) wird auf www.meteoradar.ch/forum gestellt (Mitsprache)
Weiterführend:
- Übergang ins Thema bezüglich globalem Wasserhaushalt anhand der Bilder(-spiele) „Wasser für alle“ ab 8 Jahren (Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke (2001). Bern: blmv)
- Übergang ins Thema (Berg)bauern
- Übergang ins Thema Verkehr, Tourismus
Überprüfung mit Qualitätsmerkmalen für den MU-Unterricht
Fokus Kind
Unser Unterrichtskonzept knüpft bei den Erfahrungen der Kinder persönlich an. Ihre Biographie wird in den Unterricht mit einbezogen und die Thematik rund um den Einsatz von Schneemaschinen wird lebensnah aus ihrem Erlebnisraum betrachtet. Die verschiedenen Perspektiven werden durch Personen (Subjekte) repräsentiert, das heisst spezifiziert. Die Kinder sind während dem Unterricht oft selbst aktiv und erleben beispielsweise den Austausch von Meinungen auf dem Forum, sowie eine Entscheidungsfindung unter Abwägung verschiedener Für und Wider. Dies zu können ist für die Kinder in der Gegenwart und vor allem in der Zukunft relevant. Das Abwägen von Technikeinsätzen und Nachhaltigkeit ist zudem hochaktuell und gleichfalls für die Kinder v.a. zukunftsrelevant.
Fokus Sache
Die Unterrichtsinhalte orientieren sich an Fakten. Hinzu kommen persönliche Interessensperspektiven von Gesellschaftsgruppen und Einzelpersonen, sowie die Thematisierung sozialer, ökonomischer und ökologischer Aspekte.
In Diskussionen und begründeten Entscheidungsabwägungen wird die Wert- und Sinnorientierung eingesetzt. Gleichzeitig findet auf diesem Weg die Vernetzung der Perspektiven und Teilthemen statt.
Fokus Lernen
Die Behandlung der Schneemaschine im Dienste des Tourismus und als kaum nachhaltiges Handeln dient exemplarisch für weitere Entscheidungen in Dilemma-Situationen bzw. für emphatisches Verhalten. Die Schneemaschine steht aber auch exemplarisch für weitere technische Errungenschaften. Der Unterrichtsverlauf orientiert sich am Problem der Interessensverschiedenheit, wiederum exemplarisch am fiktiven Dorf „Alpina“. Die Kinder sind im Unterricht oft selbst aktiv, er ist handelnd. Vor allem der eigene Beitrag auf dem Forum zu Schneemaschinen schafft den Transfer in den eigenen Alltag der Kinder und lässt sie Mitsprache handelnd erfahren. Eine weitere „Original“begegnung findet bei der Exkursion statt, wo die Kinder sich persönlich mit einer betroffenen Person unterhalten können und Einblicke in seine/ihre Alltagswelt erhalten.
Am Ende des Konzepts steht die Entscheidung für oder wider den Bau eines Skiliftes im Dorf Alpina und eine persönliche Einstellung bzw. Lösungsfindung. Der Unterricht ist aber auch stark prozessorientiert, indem er einen Schwerpunkt auf die Art und Weise der Bildung der Meinung legt.
PS: Internetadressen accessed: 11.06.2007
Montag, 4. Juni 2007
Die teuflische Spirale der künstlichen Beschneiung

Durch die Klimaerwärmung werden mehr und mehr Schneekanonen zur künstlichen Beschneiung eingesetzt. So wird auf der einen Seite die wirtschaftliche Existenz der Skigebiete gewährleistet und zahlreiche Arbeitsplätze gesichert. Gleichzeitig steht aber sicher das persönliche Bedürfnis der Wintersportler im Vordergrund, ohne die diese Tourimusbranche (Wintersport) gar nicht erst existieren würde.
Trotzdem ist die künstliche Beschneiung kritisch zu betrachten. Längerfristig zieht sie verschiedenste Folgen mit sich.
- So ist der Wasserverbrauch im Winter immens, was sich in der Schmelzperiode negativ auswirkt (da exponentiell ansteigende Wassermengen abfliessen).
- Da die Aussentemperaturen immer mehr ansteigen, werden dem Wasser zusätzliche künstliche Präparate beigesetzt, deren Auswirkungen noch nicht bekannt sind.
- Durch die Total-Planie (mittels Planierraupe Glättung der Erdoberfläche und Entfernung des Humus) wird der Boden nährstoffarm und das Wasser kann weniger gut gespeichert werden. So steigert sich die Erosionsgefahr und die Hangstabilität vermindert sich.
- Der Sauerstoffmangel im Boden führt zu Vegetationsbeeinträchtigung und zur Schädigung der Pflanzenvegetation. So wurde ein Rückgang der Artenvielfalt um bis zu 30 % auf Grund künstlicher Beschneiung registriert.
- Die Tiere werden durch den Betrieb der Schneekanonen aus ihren optimalen Ruhezonen vertrieben, wodurch eine verminderte Möglichkeit zur Nahrungssuche entsteht und sie in ihrer Lebenswelt beeinträchtigt werden.
2. Betroffenheit
Winterferien bedeuten für uns beide Freiheit, Freizeit, Rückzug aus dem normalen Alltag, Treffen von Kollegen und Kolleginnen und werden für viele Menschen (wie uns) irgendwann zur Familientradition - man reist mit Kind und Kegel in die Berge und lebt auf engem Raum in einer nostalgisch-rustikalen Ferienwohnung inmitten der idyllisch-verschneiten, weiss glitzernd Schneelandschaft.
DIES ALLES IST NATÜRLICH OHNE SCHNEE NICHT DENKBAR!
Nun wird aber die Erhaltung des Schneesportes durch das mittlerweile altbekannte Problem der Klimaerwärmung immer komplexer. Man hat früh Massnahmen ergriffen, so wie wir sie oben bereits schilderten. So wird versucht, künstlich herzustellen, was die Natur nicht liefert. Wobei dieser Satz so formuliert natürlich nicht stimmt - weil die Klimaerwärmung letztlich auf den Menschen zurückzuführen ist. Weil dieser immer wieder seine Bedürfnisse über ein nachhaltiges Verhalten stellt.
Obwohl wir den Schneesport beide schätzen, ist die Tatsache, dass heutzutage ohne Bedenken und mit unglaublich energetischem Aufwand in die Natur eingegriffen wird, sehr bedenklich. Schneiden sich so die Schneeliebhaber durch ihr übermässiges Bedürfnis nicht letztlich ins eigene Fleisch? Schliesslich ist doch die Klimaerwärmung wie erwähnt (erwiesenermassen) auf den Menschen zurückzuführen (und eben auch auf grossen Energieverbrauch wie bei den Schneekanonen).
Grösser ist unserer Betroffenheit in Hinblick auf alle im Wintersportgewerbe tätigen Menschen, welche auf eine verlässliche Schneequelle angewiesen sind. Um jeden Preis - weil sie sonst selbst den Preis dafür bezahlen müssen.
2.1 Analyse der Bedürfnisse:
Konsumenten
- Tradition mit der Familie oder Freundeskreis
- Ehrgeiz im Sport
- Sport für die eigene Gesundheit
- Gefühl der Freiheit
- Abwechslung im Alltag - Ausgleich
- Treffen von Freunden
- Geniessen der verschneiten Berglandschaft
- Raus aus dem nebligen Tal in die sonnigen Berge
- Ferien für die Seele
Im Wintergewerbe Tätige
- Sicherung der Existenz einzelner Betriebe
- Sicherung der Existenz des Wintertourismus
- Imagesicherung eines Dorfes (z.B. Davos), einer ganzen Region
- Ermöglichung vieler (auch saisonaler) Arbeitsplätze
- Auslebung des erlernten Berufes
- Aufrechterhaltung von Traditionen
2.2 Handlungsbedingungen, die Schneesport heute ermöglichen
(Die aufgeführten Punkte beziehen sich auf Orte, wo nicht genügend Schnee fällt.)
Ökologische Voraussetzungen
- Schnee
- Kälte
- Wasser
- (nicht zu steile) Berge
Ökonomische Voraussetzungen
- Schneekanonen
- Strom
- Bergrestaurants
- Transportmittel (der Lieferanten)
- Skiliftbetrieb
Soziale Voraussetzungen
- Personal
- Sicherheitsnetz wie Rega, Bergrettung
3. Fachliche
Wasser- und Energieverbrauch sowie Lärmemission von Beschneiungsanlagen
Wasserverbrauch
1.500 - 2.000 m³/ha bei 30 cm Beschneiung (1)600 Litr./Min.(12)200Ltr./m³ Schnee (8)250 - 300 ltr./m³ Schnee (6)1000 ltr. für 2,5 m³ Schnee bei 30 cm Beschneiung (4)
Energieverbrauch während des BetriebesNiederdruckanlangenHochdruckanlagen
45 - 65 KW/ha (1)80 - 130 KW/ha (1)
StrombedarfRichtwert bei 30 cm SchneehöheJahresbedarf bei 20 cm Schneehöhe
0,5-1,5 KWH/m²bis 9.000 KWh/ha (5)
Schallpegel in 20 m EntfernungNiederdruckanlageHochdruckanlage
60 - 75 dB(A)80 - 115 dB(A)
Sonntag, 3. Juni 2007
Aufm Trödelmarkt

Wie erging es Ihnen bei der Auswahl der mitgebrachten Gegenstände?
T*: Ich wählte bewusst Dinge aus, die mir früher einmal wichtig waren.
S: Einerseits wählte ich Dinge aus, von denen ich dachte, dass sie jemand anderer besser gebrauchen könnte als ich, ich andererseits aber auch nicht mehr nutze.
Nach welchen Kriterien wählten Sie Ihre Gegenstände aus?
T: Ich nahm mir im Vorfeld fest vor, nichts mitzunehmen, was nur zu Hause rumliegen würde. Deshalb habe ich auch nur 2 CDs genommen - in der Hoffnung, sie wirklich gebrauchen zu können.
C: Ich finde immer sehr schnell Gefallen an den unterschiedlichsten
Gegenständen und rede mir ein, ich könnte sie auch tatsächlich gebrauchen (auch wenn die Erfahrung mich anderes hätte lehren sollen). SO fiel ich auch heute wieder gewissermassen rein - aber ich muss auch sagen, dass ich die Dinge irgendwann meist tatsächlich einsetze.
Nahmen Sie sie schweren, leichten Herzens mit? Warum?
Was löste es bei Ihnen aus, durch die Räume zu gehen und eine grosse Anzahl Gegenstände, die eigentlich Ihren Kolleginnen und Kollegen gehörten, zur freien Mitnahme vorzufinden?
T: Ich war gespannt, was die andern wohl mitbringen würden, merkte aber ziemlich schnell, dass alle in etwa ähnliche Gegenstände mitgebracht hatten. (Viele CDs und Dekomaterial)
S: Ich fand es ein bisschen wie Weihnachten zu Beginn, dass ich mir jetzt einfach die Dinge, die mir gefallen, mit nach Hause nehmen darf. Zu Beginn dachte ich, es würde schwierig, mich auf 5 zu beschränken, aber da sich die Kategorien immer in etwa wiederholten, nahm ich letztlich doch nur 4 mit.
Vielleicht sind nicht alle Ihre Gegenstände an eine andere Person weitergegangen. Was empfinden Sie dabei?
T: Grundsätzlich habe ich mit dem gerechnet und ich wünsche mir, dass sie im Brockenhaus einen neuen Besitzer finden, der sich über die von mir mitgebrachten Gegenstände auch tatsächlich für längere Zeit freut.
S: Mir macht es nichts aus, sie gehen ja ans Brocki weiter. Es zeigt, dass wir schon viel besitzen.
Habe ich mehr gebracht als genommen oder umgekehrt? Warum? (Es gibt für beides gute Gründe)
T: Da ich mir eben als Ziel gesetzt habe, nur nützliche Dinge zu nehmen, war ich entsprechend kritisch bei der Auswahl. Ich nahm 2 Dinge (2 CDs) nach Hause.
S: Ich brachte 5 und nahm 4 Dinge. Weil mir genau 4 Dinge gut gefielen. "Moralisch" gesehen hätte ich keine Probleme gehabt, auch mehr zu nehmen, aber nicht mehr als 6.
Wie könnte eine solche „Bring-und-Hol-Aktion“ in Ihrer Schulpraxis umgesetzt werden?
T&S: Die Schüler und Schülerinnen haben vermutlich viel mehr Mühe als wir, sich von Dingen zu lösen. Sie können sich ja noch nichts kaufen, weshalb ihr Besitz ihnen mehr bedeutet als Erwachsenen, die diesen beliebig verändern, ergänzen können. Wir finden die Idee aber gut und können uns gut vorstellen, sie mit unseren Klassen durchzuführen. Wir würden vielleicht nur 2-3 Dinge mitbringen lassen und freiwillig mehr, weil nicht alle Kinder gleich viel Dinge (die sie nicht mehr brauchen!) besitzen. Gerade ärmere Kinder würden sonst einen grossen Nachteil haben, weil sie die Aktion nicht entspannt miterleben könnten - was nicht Sinn und Zweck ist.
*T steht nachfolgend für Thoma, S für Sutter
Samstag, 2. Juni 2007
Sie haben sich am 21. 5. mit dem Thema Milch auseinander gesetzt. Im 1. Teil sind die Angaben sehr kurz gefasst. Da und dort wären zusätzliche Überlegungen oder Erläuterungen hilfreich. Bei BNE ist die Partizipation der Kinder sicherlich auch ein bedeutender Aspekt, vgl. LZ : Kinder können Milch aus ihrer Sicht die beste Milchsorte bestimmen und ihre Entscheidungen begründen.
Im zusätzlichen 2. Teil sind Erläuterungen vorhanden. Die Angaben, welche weiteren Teilkompetenzen angestrebt werden können sind gut, aber recht anspruchsvoll. Was ich sehr spannend finde, sind die Ideen zur Zugänglichkeit.
Zu Herz: Bei Ihnen hat dieser Artikel anscheinand recht positive Reaktionen ausgelöst. Sie lassen sich von seiner Botschaft "anstecken". Beispielsweise lese ich von Maegi: "Nicht nur solche konkreten Ideen nehme ich mit in meine (hoffentlich) kommende Unterrichtsplanung, sondern seine eingangs erwähnte hoch motivierte und "optimistische" Haltung war mir ein starker Impuls. Vielleicht werde ich als angestellte Lehrerin tatsächlich an mein Vorhaben denken, diesen Bericht als Motivationsspritze wiederholt zu lesen." - So hoffe ich mit Ihnen auf Nachhaltigkeit.
Natur: Frau Sutters einleitende Worte regen mich zum Nachdenken an. In etwa; Beziehung zur Natur kann mit der Beziehung zu einem Mann konkurrenzieren. Darüber mehr zu erfahren wäre wohl spannend - oder war das nur der Bogen zum Blogthema? Weiter lese ich:" Ich bin ein naturverbundener Mensch. Doch bedarf es Zeit respektive der entsprechenden Prioritätensetzung. Zeit ist bekanntlich knapp, entsprechend wollen Prioritäten wohl überlegt sein......"
Apropos: Wie steht es mit meiner Prioritätensetzung?
Die weiteren persönlichen Gedanken und Erlebnisse über Pfingsten zeigen, wie bedeutend die Natur auch für uns alle ist. Eindrücklich ist auch das Beispiel von Frau Thoma unter der Linde, bei unterschiedlichem Wetter. Ich möchte Sie ermutigen, Ihr Vorhaben des Naturnachmittags in die Praxis umzusetzen.
Eine gute Zeit und herzliche Grüsse
Ru
Donnerstag, 31. Mai 2007
wunschlos glücklich
Dienstag, 29. Mai 2007
Einfach HERRlICH!
Die Natur bringt mich immer wieder zum Staunen. Ich fühle mich wohl in ihr. Für alles ist gesorgt, alles funktioniert irgendwie – durch 1’ooo Zufälle. Zum Beispiel die Wärmeregelung: Durch die richtig dosierte Magnetkräfte und exaktem Abstand bleiben Erde, Sonne und Mond im Gleichgewicht.
Viele bringen diese Wunderlichkeiten in der Natur darauf, an (einen) Gott zu glauben. Mich hat nicht zentral die Natur davon überzeugt. Heute bezeugt sie für mich jedoch immer wieder die Grösse und Unbestechlichkeit Gottes. Er hat sich was gedacht bei der Schaffung der Erde. Er hat alles im Griff. Interessenskonflikte gibt’s für ihn nicht – bei ihm geht alles auf. Und in diesem System in Gottes Hand sehe ich mich – sehe ich uns Menschen – uns Männer und Frauen. Er hat sich auch bei der Schaffung von Mann und Frau was gedacht. In seinen Richtlinien für Beziehungen geht alles auf …
„O Herr, welch unermessliche Vielfalt zeigen deine Werke! Sie alle sind Zeugen deiner Weisheit, die ganze Erde ist voll von deinen Geschöpfen“ (Psalm 104, 24. Hoffnung für Alle).
Montag, 28. Mai 2007
Der Wandel der Natur
Am Pfingstmontag (es war sehr regnerisch!) setzte ich mich unter dieselbe Linde. Obwohl es derselbe Ort war, war fast nichts mehr gleich wie zwei Tage zuvor. Die Umgebung war trüb und es war recht windig und kalt. Nur ganz selten hörte ich einen Vogel zwitschern und die Düfte der Natur waren nur noch halb so intensiv. Ich nahm die Natur ganz anders wahr. Trotzdem tat es mir gut eine Viertelstunde an der frischen Luft zu weilen und meinen Gedanken freien Lauf zu lassen.
Ich habe einmal mehr gemerkt, wie wichtig es ist, nach draussen zu gehen und den Aufenthalt in der Natur zu geniessen. Auch Kinder sollen möglichst viele Gelegenheiten erhalten, solche Naturerfahrungen zu machen, egal ob bei Regen, Schnee oder Sonnenschein! Ich habe mir schon mehrmals überlegt, wie ich den Kindern

vielfältige Erlebnisse mit und in der Natur ermöglichen kann. Mein Wunsch wäre es, wöchentlich einen Nachmittag mit den Schülern und Schülerinnen nach draussen zu gehen und den Lernort sozusagen vom Schulzimmer in die Natur zu verlegen. Denn die meisten Lerninhalte können auch in der Natur durchgeführt werden (--> Waldschule!).
Also, nichts wie ab in die Natur!!!