Donnerstag, 10. Mai 2007

Die Welt ist voller Systeme!

Als ich den Wochenimpuls studierte, kam mir als erstes die Vorlesung von heute Morgen in den Sinn. Herr Rhyner erklärte den Begriff "System". Dabei ging es unter anderem darum, dass zwischen verschiedenen Gruppen gegenseitige Abhängigkeiten bestehen (z.B. System Schule: die Dozierenden sind abhängig von den Studierenden und umgekehrt). So gibt es auf unserer Welt eine Vielzahl solcher Systeme, welche unseren Alltag bestimmen. Und gerade als Lehrperson ist es wichtig, jeweils "das ganze System" zu betrachten und nicht nur Einzelvorgänge zu bewerten (z.B. das Umfeld eines Schülers miteinbeziehen und nicht nur seine Handlungen beurteilen).

Es ist wichtig, auch Kindern einen Einblick in das ganze System zu gewähren. So gilt es nicht einfach nur zu erklären, dass die Dinosaurier ausgestorben sind, sondern mit den Kindern das ganze System und seine Abhängigkeiten zu betrachten. Das heisst ihnen unter anderem auch zu erläutern, warum denn die Dinosaurier ausgestorben sind. Denn Kinder können meist nur Einzelvorgänge wahrnehmen und es fällt ihnen oft schwer, Abhängigkeiten und Verbindungen herzuleiten. Hier sind sie auf unsere Unterstützung angewiesen!

Systeme spielen auch bezüglich unseres Blogthema eine grosse Rolle. Ein Mädchen in Afrika, beispielsweise, wächst in einer Gesellschaft auf, wo es Tradition ist, das weibliche Geschlecht zu beschneiden. Doch würde dasselbe Mädchen irgendwo in der Schweiz aufwachsen, wäre das Umfeld (System) ganz anders und das Mädchen würde sich bestimmt auch anders entwickeln. So ist das Leben eines Menschen besonders durch sein Umfeld geprägt.

4 Kommentare:

Corinne Sutter hat gesagt…

Liebi Isa

Der Blog beginnt spannend und ich hoffe auf eine Fortsetzung! Oder wirst du es bei der Zitierung von Hrn. Rhyner belassen? :-) Auf weitere vernetzte (Synonym für kreativ...) Gedankengänge! Ich bin geistig mit der Eurovision vernetzt.

Vera hat gesagt…

Ich finde deinen Eintrag sehr interessant. Die Umwelt spielt immer eine sehr zentrale Rolle. Je nachdem wo wir aufwachsen ist die Rolle der Frau oder des Mannes ganz anders. Es gibt Stämme in Afrika, da ist die Frau das Familienoberhaupt und die Männer müssen gehorchen. Anders als in patriarchaischen Kulturen.
Ich bin auch der Meinung, dass wir als angehende Lehrpersonen den Kindern diese Vernetztheit aufzeigen müssen. Wir alle sind voneinander abhängig!

Corinne Sutter hat gesagt…

Ich denke ebenfalls, dass wir uns je nach Kontext zu völlig anderen Menschen entwickeln. Deshalb stelle ich mir manchmal vor, wie ich als Mädchen in Afrika wohl geworden wäre - ich hätte weder studieren können noch privat meine Hobbies ausleben können. Dafür wäre ich vielleicht mit weniger zufrieden?
Letztlich ist ja auch gerade das Spannende an diesem Gedanken, wie flexibel wir Menschen sind. Wird uns alles weggenommen, können wir uns in erstaunlich kurzer Zeit mit diesem Gedanken abfinden und allenfalls gar eine neue neue Denksysteme bilden.

LisaMarlen hat gesagt…

Ich finde deinen Eintrag sehr interessant.
Dein letzter Abschnitt hat mich vor allem angesprochen. Ich habe mir nämlich schon öfters Gedanken gemacht, was aus mir gworden wäre, wenn ich in einem anderen Land aufgewachsen wäre.
Ich denke wir alle sind sehr priveligiert, dass wir in ein solch gutes Umfeld hineingeboren wurden.