Montag, 14. Mai 2007

So Gott will …

Gründe für nicht nachhaltiges Handeln sind meiner Ansicht nach das Produkt von ausschliesslicher Gegenwartszentriertheit und Egoismus. Es interessiert dann nicht, ob morgen noch was zu trinken da sein wird, sondern dass jetzt eine ausgiebige Dusche genossen werden kann. Nicht an die Nachwelt oder Mitwelt wird gedacht, sondern ob selbst möglichst viel Profit aus der Regenwaldabholzung beispielsweise gemacht werden kann. Ich behaupte, dass diese Haltung im Kleinen bei uns allen immer wieder auftaucht. Zum Beispiel kaufe ich bloss wegen dem Preis keine Max Havelaar Produkte, obwohl ich mir sicher bin, dass dies fairer (sprich, nachhaltiger) wäre.
Was aber bringt mich dennoch immer wieder dazu, Papier zu sparen, jemandem ohne Eigennutzen zu helfen und so weiter.
Ehrlich gesagt profitiere ich oft selbst von nachhaltigen Handlungen. Menschen sind mir freundlicher gestimmt oder ich spare Geld und so weiter. Genau so wahr ist es glücklicherweise auch, dass immer wieder schlichtes Verantwortungsgefühl oder Empathie und Wertschätzung für Natur und Mensch dahinter steckt. Ich glaube, dass wir einen Teil der Verantwortung für die Schöpfung tragen, die uns anvertraut wurde. „Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde!“ (Bibel, 1. Mose 1, 28). „Jede Art der Vögel, des Viehs und aller anderen Landtiere soll mit ins Schiff kommen, damit sie alle erhalten bleiben“ (Bibel, 1. Mose 6, 20). Wir sind gefordert, das zu tun, wozu wir fähig sind. Niemand von uns kann doch die Welt von heute auf morgen verändern. Und doch haben einzelne Menschen schon Riesiges bewirkt durch erstmals kleine Schritte nach ihren Möglichkeiten im persönlichen Alltag. „Jedem das Seine“ kann hier wohl geltend gemacht werden. Dies ist auch die biblische Meinung: „Wer andere im Glauben ermutigen kann, der soll diese Gabe nutzen. Wer von der Gemeinde beauftragt ist, die Armen zu versorgen, der soll das gerecht und unparteiisch tun. Wer eine Gemeinde zu leiten hat, soll sich ganz für sie einsetzen. Wer Kranke und Alte zu pflegen hat, der soll es gern tun“ (Bibel,
Römer 12, 8).

„Wir sprechen immer von Nachhaltigkeit. Kinder und Jugendliche sind die Verkörperung der Nachhaltigkeit, d.h., sie mahnen uns an die Verantwortung, die wir über unsere Generation hinaus haben. Sie sind die Trägerinnen und Träger der nächsten Generation“ (). Und „solidarisches Handeln ist eine Grundbedingung für die Funktionstüchtigkeit und Überlebensfähigkeit einer Gesellschaft“ (Unterrichtsskript Nachhaltige Zukunft: Partizipation, 8). Hier kommt unser Blogthema ins Blickfeld. Denn auch Zbinden sagt:„Kinder und Jugendliche brauchen Räume, in denen sie sich entwickeln und entfalten können, in denen sie verlässliche Beziehungen zu Erwachsenen aufbauen können, die für sie immer verlässliche Partnerinnen und Partner sind“ (Zbinden, 1998. Zitiert im Unterrichtsskript Nachhaltige Zukunft: Partizipation, 8). Wo besser, kann ihnen solches geboten werden, wenn nicht von den Eltern? Ich habe die zentrale Wichtigkeit der Beziehung der Eltern unter sich für die Entwicklung des Kindes im letzten Post bereits erwähnt …
„Es gilt aber auch für euch: Jeder von euch muss seine Frau so lieben wie sich selbst. Die Frau aber soll ihren Mann achten“ (Bibel, Epheser 5, 33). Let there be real love!

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