Dienstag, 15. Mai 2007

Motivation dank Dankbarkeit








Meine Motivation für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur ist einerseits die Dankbarkeit. Die Natur hat uns so viel zur Verfügung gestellt (ich denke mir bei vielen Dingen "sponsored by nature"), letztlich alles, was ich in den Händen halte, die Luft, die ich Atme, die Natur und Landschaften, die ich sehe. Was machen wir damit? Wir schätzen sie alle, das ist klar, aber wir wollen stets mehr, der Mensch will Fortschritt. Und schreitet damit fort, selbst wenn die Natur längst übergangen wird. Das tut mir leid und ich will so nicht Schritt halten mit dieser Art von Fortschritt, wo immer auch möglich. Und doch, der Fortschritt ist unumgänglich, ein einzig Wort, doch überall verankert. So profitiere ich auch von ihm, kann so Produkte trotz Teuerung billiger kaufen als vor einigen Jahren. Es bedarf bei mir grosser Disziplin, mich nicht mit den billigsten zu begnügen und dafür einige Franken in beispielsweise fairen Handel oder Bioprodukte zu investieren. (Was wieder das vernetzte Denken letzter Woche aufgreift.)

So also zum einen die Dankbarkeit. Gleichzeitig geht es mir auch um die Zukunft: Ich kann noch dankbar sein für die schöne Erde und mich deshalb bemühen. Es darf niemals vorkommen, dass unsere Nachkommen statt Dankbarkeit zu empfinden nur noch den Fotos der einst so schönen Erde nachtrauern können und sich so motivieren müssen, ihr möglichst geringfügig zu schaden. Sie sollen die Erde genau so schön erleben dürfen. Schön ist natürlich subjektiv. Insofern meine ich vor allem die Artenvielfalt, die natürlichen Landschaften.

Was mir am meisten die Motivation raubt, ist, wenn ich total destruktives Verhalten, dessen Wirkung ich jedoch viel grösser einschätze als mein vergleichbares in diesem Bezug, beobachte. Ich denke dann, Mensch, was nützt es, wenn ich hier bünzlig Energie spare und mir das Leben 'schwer' mache durch ständiges Abschalten, Planen von möglichst ökologischer Energienutzung, Verzicht auf Auto, wenn dieser Grosskonzert Energie verbraucht für ein ganzes Dorf? Dennoch, wir kennen es, die Vernetzungen - so besteht das grosse Geflecht aus kleinen Vernetzungen, also wir, und bemühten wir uns alle, uns zu 30% zu bessern, so wäre doch schon ein riesiger Schritt getan. Also, Augenklappen auf und der Natur Dankbarkeit erweisen, den Nachkommen dieselbe ermöglichen!

2 Kommentare:

Isabelle Thoma hat gesagt…

Hoi Corinne

Du schreibst sehr philosophisch über deine Motive des nachhaltigen Handelns:)Besonders gut gefällt mir der Begriff "sponsored by nature"! Du hast Recht! Wie viele Dinge, welche uns die Natur zur Verfügungn stellt, sehen wir als selbstverständlich, ohne sie nur ein bisschen wertzuschätzen?!

c_line hat gesagt…

Auch ich lese deine Beiträge immer wieder gerne und bin beeindruckt. Du hast es auch dieses Mal wieder geschafft, mehrere Perspektiven aufzuzeigen. Denn wir müssen uns bewusst sein, dass es um ein komplexes Thema geht.